Amt Neuhaus
Ein Amt der Naturlative – Amt Neuhaus
Eine ganz besondere niedersächsische Enklave im südöstlichen Zipfel von Niedersachsen ist die Samtgemeinde Amt Neuhaus auf der rechten Seite der Elbe. Umgeben von Wäldern, Wiesen und Gewässern findet das Leben im Rhythmus des Elbepegels statt. Die ehemalige innerdeutsche Grenze schnitt Neuhaus von seinen Wurzeln auf der westlichen Seite ab und für Jahrzehnte blieben die Natur und der Mensch sich selbst überlassen.
Wer seine Seele baumeln lassen und sich auf eine aufregende weitgehend unberührte Natur einlassen möchte, findet hier seinen Seelenbalsam. Viele Künstler haben sich in den umliegenden Dörfern niedergelassen und laden zu spannenden Ausstellungen ein. Kirchen und Kapellen bieten sich zur Einkehr an, seltene Tierarten und rosenbewachsene Teiche verführen zum Wandern und Baden. Obstbaumlehrpfade, Auerochsen, Wildpferde und die Stixer Wanderdüne laden ebenso ein wie die historischen, denkmalgeschützten Marschhufendörfer am Elbdeich.
In dem weltweit einzigen vollständig erhaltenen Marschhufendorf Konau, das als Elbranddorf ab 1952 im Sperrgebiet lag, wurde die bewegende Geschichte aufgearbeitet und wird durch eine Ausstellung und einen grenzhistorischen Rundgang erläutert. Die Gedenkstätte in Vockfey widmet sich dem Schicksal der Familien und Gehöfte im Elbrandbereich und ist erst im Jahr 2006 eingeweiht worden. Es ist sehr sehenswert und schön errichtet worden.
Die Arche Region
Einmalig in ganz Deutschland ist die Gründung der „Arche Region Flusslandschaft Elbe - Amt Neuhaus“. Das Ziel des Arche Konzeptes ist die Erhaltung alter, robuster und an ihren Lebensraum angepasster gefährdeter Haustierrassen. So gibt es für die Arche Region Flusslandschaft Elbe eine Karte mit Rad- und Wanderrouten und Informationen zu den alten Haustierrassen. Über die Erhaltung der alten Rassen wie das Rauwollige Pommersche Landschaf, das Sattelschwein, das Ramelsloher Huhn und das Vorwerkhuhn wird derzeit ein Informationszentrum in Neuhaus errichtet.
Die Storkenkate
Die Zukunft für die Störche zu erhalten, bedeutet natürliche Lebensräume zu erhalten. Durch intensive Landwirtschaft, Überdüngung und Trockenlegung ist dem Weißstorch in der Vergangenheit viel Lebensraum genommen worden. In Preten erstand die Stork-Stiftung rund 600 Hektar Grünland an der Sude auf dem Heckrinder und Wildpferde ein freies und wildes Leben führen. Diese naturbelassene Landschaft dient dem Schutz des Storchen, der sich hier zunehmend wieder ansiedelt. Im Storchenzentrum „Storkenkate“ gibt es Informationen.
siehe auch Deutsche Storchenstraße
www.the-stork-foundation.org und www.deutsche-storchenstrasse.de
St. Maria zu Tripkau
Anfang des 17. Jahrhunderts stand die erste Kirche in Tripkau. Aus dieser Zeit ist ein schlichter Saalbau aus Fachwerk und bildet noch heute das Kirchenschiff, das im Jahre 1864 um Chor, Sakristei und Turm erweitert wurde ... mehr


