Die niedersächsische Mühlenstrasse
Die Kraft der Elemente
Noch immer drehen sich Mühlenräder im Wind oder durch die Kraft des Wassers. Wassermühlen mussten früher viel Steuern an ihre Herzöge zahlen. Für Mühlen mit Antrieben aller Art galt das Mühlenrecht und der Mühlenzwang. Die Betreiber der Wassermühlen mussten zusätzlich eine Abgabe für das Stauen des Wassers vor ihren Mühlen zahlen.
Mit der Industrialisierung konkurrierten Mühlen zunehmend mit flexibel einsetzbaren und leistungsfähigen Dampfmühlen mit Verbrennungsmotoren und schließlich mit elektrisch angetriebenen Mühlen. Die kleinen klassischen Handwerksmühlen wurden unwirtschaftlich, so dass es Ende des 19. Jahrhunderts zu einem „Mühlensterben“ kam.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren viele Wasser- und Windmühlen stillgelegt oder abgerissen. Doch als Technikdenkmal konnte ein Teil der Mühlen saniert oder für andere Zwecke erhalten werden. Heute werden besonders historische Wassermühlen wiederbelebt und zu Kleinwasserkraftwerken umgebaut.
1998 wurde die Mühlenstrasse mit der Holländerwindmühle in Bardowick bei Lüneburg eröffnet. Besonders im Gebiet rund um Dahlenburg und Bleckede stehen etliche Wasser- und Windmühlen.


