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Kleine Lämmchen bei den Bentheimer Landschafen


Freitag, 24. Januar 2014

Freilichtmuseum am Kiekeberg erhält alte Nutztierrassen: An Heilig Abend und in der ersten Januarwoche hat das Freilichtmuseum am Kiekeberg tierischen Zuwachs bekommen: Die Bentheimer Landschafe haben drei Lämmer zur Welt gebracht. In dem um 1600 erbauten historischen Schafstall aus Wesel leben die Jungschafe mit den anderen Tieren der Herde. Selbst dem nassen Winter trotzen die kleinen Tierkinder und spielen im Freigehege miteinander. Besucher können die Schafe mit ihrem Nachwuchs dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr hautnah erleben. Der Eintritt ins Museum kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei. Das Museum züchtet seit Anfang der 1980er Jahre Bentheimer Landschafe und beteiligt sich damit an der Erhaltung der gefährdeten Rasse.

Das Bentheimer Landschaf stammt ursprünglich aus der Grafschaft Bentheim und Lingen (Emsland). Es ist das größte Moor- und Heideschaf. Genutzt wurde es vor allem, um Moore und Heideflächen zu pflegen. In den Jahren des Wirtschaftswunders ging die Zahl der Tiere stark zurück. Viele Heide- und Moorflächen wurden kultiviert, statt des Bentheimer Landschafs waren andere Rassen gefragt. In den 1970er Jahren gab es nur noch 50 Zuchttiere in drei Herden. 2011 lebten laut Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. wieder über 2.000 Tiere. Damit gilt der Bestand aber immer noch als gefährdet.

Neben dem Bentheimer Landschaf leben im Freilichtmuseum am Kiekeberg weitere alte und gefährdete Nutztierrassen: Schleswiger Kaltblüter, Deutsche Schwarzbunte Niederungsrinder, Bunte Bentheimer Schweine, Pommersche Gänse, Bronzeputen und Hühner der Rasse Ramelsloher Blaubein. Sie alle waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, sind aber für die moderne Massentierhaltung nicht geeignet. So hat das Fleisch der Bunten Bentheimer Schweine zwar einen hervorragenden Geschmack, sie wachsen aber deutlich langsamer als die heute bevorzugten Schweine. Das Freilichtmuseum erhält die alten Tierrassen, weil sie Teil der regionalen Kultur sind. In Zeiten zunehmender Uniformität in der Viehzucht leistet das Museum damit außerdem einen Beitrag zur genetischen Vielfalt.

Bei den Besuchern sind die Tiere beliebt. Insbesondere Kinder stehen regelmäßig am Zaun, um die Schweine, Pferde oder Schafe zu beobachten. Museumsbesucher können jeden Sonnabend und Sonntag um 15.30 Uhr dabei sein, wenn die Tiere gefüttert werden.

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf
www.kiekeberg-museum.de

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